



Schabernack 2026, 3:07 min
Mixed media with 8 photographs printed on perspex.
Peter Steinmann and Philipp Gasser have designed their mixed media work „Schabernack 2026“ specifically for the exhibition „casa delle masche“ at space25 an art off-space in Basel. It offers an amusing answer to the question of what happens in the „casa delle masche“ (house of Fritz Hauser in Italy) when no one is present and the spirits are left to their own devices.
In Peter Steinmann’s photographs, the house does not appear as a clearly defined architectural structure, but as an atmospheric phenomenon. Steinmann deliberately removes colour from the images to relieve the senses, clarify the gaze and open up more scope for interpretation for the audience. The surfaces glow evenly, whilst depths blur. The images do not hang on the wall in the traditional sense, but are positioned freely within the space; thanks to a special printing technique, they are visible from both sides. This creates floating, permeable planes between the visible and the invisible.
Philipp Gasser projects animations, precisely fitted into the photographs from a central source, onto these images. In this way, the motif is not illustrated, but activated. The projection introduces the dimensions of time and movement into the photograph and transforms it into a stage for fleeting disturbances.
As if by magic, tables and chairs shift; glasses appear and vanish; a cross-shaped ghostly symbol emerges, changes shape and dissolves again. Gasser describes this dynamic as a prank – a playful trick that does not simply perpetuate the myth of the haunted house, but takes the poetic logic behind it seriously. In doing so, he plays on the similarity of the words: masche (ghosts in Piedmontese) and mask (a term used in animation to cover parts of an image) – a sound that resonates with transformation and the uncanny. Within this tension, the motif of the haunted house unfolds as a subtle prank played in the absence of the inhabitants. Through the interplay of the photographs, which refer to a specific place, and the animation, a space of in-between emerges: between the visible and the invisible, memory and invention.
Peter Steinmann und Philipp Gasser haben die Installation Schabernack 2026 speziell für die Ausstellung casa delle masche konzipiert. Sie beantwortet auf amüsante Weise die Frage, was in der casa delle masche geschieht, wenn niemand anwesend ist und die Geister freien Lauf haben.
In Peter Steinmanns Fotografien erscheint das Haus nicht als klar umrissene Architektur, sondern als atmosphärische Erscheinung. Steinmann nimmt die Farbe aus den Bildern bewusst zurück, um die Wahrnehmung zu entlasten, den Blick zu klären und dem Publikum mehr Interpretationsspielraum zu eröffnen. Die Flächen leuchten gleichmässig, während Tiefen verschwimmen. Die Bilder hängen nicht klassisch an der Wand, sondern sind frei im Raum positioniert; dank einer speziellen Drucktechnik sind sie von beiden Seiten sichtbar. So entstehen schwebende, durchlässige Ebenen zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem.
Auf diese Fotografien projiziert Philipp Gasser aus einer zentralen Quelle präzis in die Fotografien eingepasste Animationen. Dadurch wird das Motiv nicht illustriert, sondern aktiviert. Die Projektion bringt die Dimensionen Zeit und Bewegung in die Fotografie und verwandelt sie in eine Bühne für flüchtige Störungen. Wie von Geisterhand verschieben sich Tische und Stühle, Gläser erscheinen und verschwinden, ein kreuzförmiges Geister-Zeichen taucht auf, verändert seine Form und löst sich wieder auf. Gasser beschreibt diese Dynamik als Schabernack, also als einen spielerischen Streich, der den Mythos des Geisterhauses nicht einfach behauptet, sondern die poetische Logik dahinter ernst nimmt. Dabei spielt er mit der Nähe der Wörter: masche (Geister auf Piemontesisch) und Maske (in der Animationstechnik so genannt, um Teile eines Bildes abzudecken) – ein Wortklang, der Verwandlung und Unheimliches mitschwingen lässt. In dieser Spannung entfaltet sich das Motiv des Geisterhauses als feines Unfug treiben in Abwesenheit der Bewohner:innen. Durch das Zusammenspiel der Fotografien, die auf einen konkreten Ort verweisen, und der Animation entsteht ein Raum des Dazwischen: zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, Erinnerung und Erfindung.
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