
The Scarlet Poodle
Film-Format: HD, color / Duration: 13:04 min / Languages: German or English
Subtitles: German, english, Spanish
© Music by Robin Michel © Philipp Gasser, point de vue Basel 2023
„The Scarlet Poodle“ is an experimental animated film that tells a poetic coming of age story. As the movies narrator navigates through the city, he begins to see the scarlet poodle everywhere he goes. The Scarlet Poodle appears as an avatar and becomes a constant presence in the narrator’s life, even in his dreams. Obsessing more and more, he becomes determined to confront the figure and learn more about it. As they both finally come face to face, thus the narrator embraces his true self, and the scarlet poodle finally realises what a treasure true friendship is. With the use of augmented reality (AR), the story of a usually invisible or imperceptible creature is told by bridging a magical moment from the virtual space of a game or chat room to the setting of our everyday life.

The scarlet poodle character was not embodied by a real-life actor or actress, but instead was placed in real or artificially created scenes using various AR techniques and moved in real-time using a self-developed AR application. All possible movements for this character were stored in animation modes and combined and accessed interactively with the app during filming. Hyperrealistic aesthetics were not the aim, but rather an observational ‚documentary‘ level was pursued, influenced by the choice of the poodle character and the production tools. Its movements were somewhat limited due to the AR technology used, similar to finger puppets of a puppet theatre, which in this specific context certainly supported the impression of an avatar. The game engine, as an iPhone app (Unity), was programmed to remain scalable and flexible depending on the filming situation.Storytelling is essential here, using linear film language to showcase my concept. Its appeal lies in the amusingly playful use of the animated film’s tricks, combined with a sprinkle of stardust.
Der scharlachrote Pudel
Film-Format: HD, color / Dauer: 13:04 min / Sprachen: Deutsch und Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanish
© Music by Robin Michel © Philipp Gasser, point de vue Basel 2023
In dieser seltsam poetischen und verspielten Coming-out-Geschichte, die teilweise mit Augmented-Reality-Technik und Smartphones gedreht wurde, geht es um Identitätsfindung und das Gefühl, dazuzugehören.
Der scharlachrote Pudel ist eine Traumgestalt, die sich dem Erzähler, also der off- Stimme des Films, in der Form eines Avatars zeigt. Wir begleiten die beiden, amüsiert und manchmal auch verblüfft, in ihren Streifzügen durch die Stadt. Auch in seinen Träumen lässt ihn die Gestalt nicht in Ruhe. Und wir staunen über die Antwort der immer drängenderen Fragen: Wer erzählt eigentlich wessen Geschichte? Wer also steckt wirklich in des Pudels Maskerade? Es kommt schliesslich zu einer Konfrontation, in der der Erzähler mehr über seine Identität erfährt und der scharlachrote Pudel viel über wahre Freunde lernt.

Zur Technik der Films:
Der Einsatz von Augmented Reality in diesem Film ist ein wichtiges Ausdrucksmittel, um die Geschichte über eine Wesen zu erzählen, das man sonst nicht sieht und nicht wahrnehmen würde, aber das sich in einem magischen Moment aus dem virtuellen Raum eines Games oder Chatrooms in die Kulisse unseres Alltags verschiebt. Die Figur des Scharlachroten Pudels wurde nicht von einem realen Schauspieler oder einer realen Schauspielerin verkörpert, sondern mit Hilfe verschiedener AR-Techniken in realen oder künstlich geschaffenen Szenen platziert und mit einer selbst entwickelten AR-App in Echtzeit bewegt. Alle möglichen Bewegungen für diesen Charakter wurden in Animationsmodi gespeichert und während der Dreharbeiten interaktiv mit der App kombiniert und abgerufen. Eine hyperrealistische Ästhetik war nicht das Ziel, vielmehr wurde eine beobachtende, „dokumentarische“ Ebene angestrebt, die durch die Wahl der Pudelfigur und der Produktionswerkzeuge beeinflusst wurde. Seine Bewegungen waren aufgrund der verwendeten AR-Technologie etwas eingeschränkt, ähnlich wie bei Fingerpuppen eines Puppentheaters, was in diesem speziellen Kontext den Eindruck eines Avatars durchaus unterstützte.
Die Spiel-Engine, eine iPhone-App (Unity), wurde so programmiert, dass sie je nach Drehsituation skalierbar und flexibel bleibt.Storytelling ist hier das A und O, wobei ich mein Konzept in linearer Filmsprache präsentiere. Der Reiz liegt im spielerischen Umgang mit den Tricks des Animationsfilms, kombiniert mit einem Hauch von Sternenstaub.
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